Funkaufklärungszentrum Nord (FuAZ N) Karte   Karte

In Rüggow (5,5 km östl./nordöstl. Wismar) befand sich das Funkaufklärungszentrum Nord (FuAZ N). Zum Objekt gehörten noch die Aussenstellungen Luttersdorf (7,3 km südwestl. Wismar) als linker und Neunantrow (15,3 km nordöstl. Wismar) als rechter Posten des Systems KRTP-86 TAMARA. Neben der elektronischen Aufklärung (KRTP-86 TAMARA, SDR-2A) wurde im Objekt Rüggow an zwei Arbeitsplätzen auch Flugfunkerfassung im Frequenzbereich 25 - 480 MHz betrieben. Zur Verfügung stand dazu Gerät russischer Bauart (R-313), aus Ungarn (UREV G) und Japan (AOR-2002).

Im Stellungsbereich befanden sich u.a. ein Unterkunfts- und Dienstgebäude, ein Technikgebäude, sowie Heizhaus, Netzersatzanlage, Faßlager, Schuppen etc. Zwei spezielle Stellflächen für den Zentralposten (HAC) des Systems TAMARA und der SDR-2A waren vorhanden. Die Gebäude wurden erst 1987 fertiggestellt.

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NVA-Einsatzstellung Rüggow mit Antennenfahrzeug TAMARA

Das FuAZ N wurde am 01.12.85 am Standort Dessau als 10. Kompanie des Funkaufklärungsregimentes 2 (FuAR-2) aufgestellt und erst nach Erkundung des Standortes Rüggow begannen im Dezember 1987 erste Erfassungen im Bereich Flugfunk. Im gleichen Monat erfolgte die Übergabe der Standorte Rüggow, Luttersdorf und Nenantrow an das FuAZ N. Im Januar 1988 begann die elektronische Aufklärung mit dem SDR-2A und im Dezember gleichen Jahres die Arbeit im Rahmen des DHS. Nach Durchführung der Ausbildung an dem System KRTP-86 TAMARA von Februar bis Mai 1989 in der CSSR,  wurde das System im Januar 1990 an die Truppe ausgeliefert, von Februar bis Mai ein Probebetrieb und ab 01.06.90 der Gefechtsdienst im Rahmen des DHS durchgeführt.

1990 ging TAMARA in den Bestand der Bundeswehr über und wurde durch die Luftwaffe weitergenutzt. Eine befristete Weiternutzung der Einsatzstellungen durch die Bundeswehr war angedacht, der Plan wurde jedoch wieder verworfen.

Technische Daten SDR-2A