Biesenthal Karte

Das Satellitenaufklärungszentrum in Biesenthal (nördlich Berlin), am Ortsausgang Richtung Lanke, war eine Einrichtung der Hauptabteilung III (HA III) des MfS, ab November 1989 als Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) bezeichnet.

Satellitenaufklärung wurde seit Anfang der 80er Jahre betrieben und schwerpunktpunktmässig "angezapft" wurden die Satellitensysteme FLEETSATCOM, MARISAT, LEASAT und INTELSAT. In Biesenthal waren neben der Sat.-Aufklärung betreibenden HA III/2 auch noch die HA III/6 (u.a. für Richtfunkaufklärung zuständig) und die HA III/8 (Kurzwelle) stationiert.

Mit Auflösung des MfS/AfNS wurde das Objekt Biesenthal dem ZFD übergeben. Biesenthal wurde jedoch nicht weiter betrieben, die Anlagen demontiert. Die drei Satellitenaufklärungsantennen waren baugleich dem "großen Ohr" von Dessau (Typ RA-28 ).

Nach der Wende verwahrloste die Liegenschaft bzw. es folgte eine Teilnutzung als Asylantenheim und durch eine Autoverwertungsfirma.

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Satellitenaufklärungsantennen in Biesenthal

 


Die Liegenschaft Biesenthal nun mit "anderen" Sat-Antennen bestückt