EURO HAWK(TM)
Das Projekt
„Signalerfassende luftgestützte weiträumige Überwachung und Aufklärung (SLWÜA)"
soll mit dem Nachfolgesystem der BREGUET
BR.1150 ATLANTIC 'PEACE PEEK', dem
EURO HAWKTM , realisiert
werden.
Die Beschaffung dieser fliegenden Plattform ist eingeleitet, die
Auslieferung des Prototypen steht bevor.
Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein unbemanntes (UAV = Unmanned
Aerial Vehicle), operatives, hochfliegendes
Aufklärungssystem mit großer Reichweite (HALE = High Altitude,
Long Endurance). Wie schon beim System LAPAS wird auch bei diesem teilstreitkraftübergreifenden Projekt die
Luftwaffe federführend sein. Der Sensorträger wird kein Fluggerät in der Größe
herkömmlicher Drohnen sein, sondern eher die Größen eines mittelgroßen
Geschäftsflugzeuges haben. Die Reichweite soll mehrere tausend Kilometer betragen bei
einer Einsatzdauer von mehr als 24 Stunden in großer Höhe (über 15.000 Meter). Für die
Ausrüstung sind signalerfassende und abbildende Sensoren vorgesehen mit einer
Datenübertragung (Link) zu einer Bodenstelle, die auch die Steuerung des Sensorträgers
übernimmt.
Ein entsprechendes MOU (Memorandum of Understanding) zwischen den Firmen EADS
und Northrop Grumman ist im April 2000 unterzeichnet worden. Ein weiteres MOU wurde am 16. Mai 2006 unterzeichnet.
Die Firmen EADS und Northrop Grumman gründeten dazu das (50-50-) Joint Venture
EuroHawk GmbH mit Sitz in Immenstaad am Bodensee.
Die europäische (deutsche) Version des RQ-4 GLOBAL HAWK ("EURO HAWKTM") mit entsprechendem SIGINT-Equipment soll dann als Nachfolgesystem der BREGUET BR.1150 ATLANTIC 'PEACE PEEK' ab 2012 einsatzbereit sein.
Im Juli 2009 wurde die
Endmontage des ersten EURO HAWK (Prototyp) abgeschlossen, das
Roll-Out fand am 8.Oktober in Palmdale statt
link-1
link-2
. Der Prototyp trägt die
(Bundeswehr-)
Flugzeugkennung 99+01.Der Erstflug fand am 29. Juni 2010 statt. Um 10:32 Uhr
startete der EURO HAWK zu einem knapp zweistündigen Flug,
der ihn von
Palmdale zur nahen nordostwärts gelegenen
Edwards AFB führte.
Der erste Flug mit einer Dauer von über 30 Stunden in einer Höhe vom 60.000 Fuß fand im Dezember 2010 statt und demonstrierte somit die Einsatzfähigkeit von großer Dauer (HALE).
Am 21.Juli 2011 landete der Prototyp 99+01 nach einem 24-stündigem Überführungsflug von Palmdale, Kalifornien/USA zur Wehrtechnischen Dienststelle 61 (WTD-61) in Manching. Hier soll das ISIS (Integrated SIGINT-System) installiert und getestet werden. Für Sommer 2012 ist die Übergabe an die Truppe beim Aufklärungsgeschwader 51 "Immelman" (AG 51 "I") in Jagel/Scheswig-Holstein geplant.
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![]() Roll-Out-Patch |
![]() First-Flight-Patch |
Video Erstflug
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Die Serienauslieferung des EURO HAWK
mit insgesamt vier weiteren Luftfahrzeugen und einer weiteren Bodenkomponente
ist ab 2015 geplant. Der Prototyp soll dann auf Serienstandard hochgerüstet
werden.
Die unbemannten Luftfahrzeuge werden in Jagel beim
Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" (AG 51 "I") zielstationiert; die
Bodenkomponenten MCE (Mission Control Element) und LRE (Launch and
Recovery Element) in Jagel bzw.die ISIS-G (Integratetd
SIGINT
System-Groundstation) in Nienburg/Weser beim Bataillon für
Elektronische Kampfführung (EloKaBtl 912).
Für Entwicklung des Systems, Bau des Prototypen, den vier geplanten Seriensystemen einschließlich
der zweiten Bodenkomponente sowie Hochrüstung des Prototyps auf Serienstandard
werden gemäß Angaben des Bundesverteidigungsministeriums (BMVg) insgesamt 1,2
Milliarden Euro veranschlagt.
Der GLOBAL HAWK in Europa
Im Oktober 2002 war geplant, fünf ELINT - Demonstrationsflüge mit einem amerikanischen System GLOBAL HAWK vom Marinefliegerhorst Nordholz bei Cuxhaven aus durchzuführen. Das vorgesehene Demonstrationsmodell wurde aber von der US Air Force für den Einsatz bei ENDURING FREEDOM benötigt. Neue Erprobungen waren für das Frühjahr 2003 angesetzt, fanden dann aber letztendlich im Oktober/November gleichen Jahres statt (s.u.).
Das von der Firma EADS entwickelte ELINT-System wurde mit dem dritten Prototypen des GLOBAL HAWK, dem Air Vehicle 3 (AV-3) im November 2002 auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien getestet. Im August 2003 wurde das System für die vorbereitenden Test in Europa aber in das AV-1 eingebaut. Ein erster Testflug dazu fand ebenfalls in Kalifornien statt. Ohne Sensoren wurde das AV-1 dann nonstop nach Nordholz überführt; hier erfolgte wieder die Re-Installation der Ausrüstung.
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Die Flüge im Einzelnen: siehe auch hier:
Flug 1-42:
Flug 1-43:
Flug 1-44:
Flug 1-45:
Flug 1-46:
Flug 1-47:
Flug 1-48:
Flug 1-49:
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Bereits für LAPAS gab es Anfang der 90er Jahre den Vorschlag für eine unbemannte Sensorplattform