Kommando Strategische Aufklärung (Kdo StratAufkl) -Stand Juli 2009-

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In dem am 17. Januar 2002 mit einem Appell offiziell in Dienst gestellten Kommando Strategische Aufklärung (KdoStratAufkl) in Rheinbach sind alle bisher in den drei Teilstreitkräften Luftwaffe, Heer und Marine vorhandenen Kräfte und Mittel der ortsfesten und mobilen Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung (FmEloAufkl), die des Elektronischen Kampfes (EK) des Heeres sowie der Satellitengestützten Abbildenden Aufklärung (SGA) truppendienstlich und fachlich zusammengeführt. Weiterhin unterstehen dem KdoStratAufkl zur technisch-wissenschaftlichen Unterstützung die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung sowie für die Ausbildung der Soldaten und zivilen Mitarbeiter im Kommandobereich die Schule Strategische Aufklärung der Bundeswehr.
Bis zum 31.12.2007 war das Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ZNBw) neben dem Kommando Strategische Aufklärung das wesentliche Kernelement des Militärischen Nachrichtenwesens der Bundeswehr (MilNWBw); seit 01.01.2008 ist KdoStratAufkl die zentrale streitkräftegemeinsame Kommandobehörde für das Militärische Nachrichtenwesen innerhalb der Bundeswehr (siehe auch hier).

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Stationierungsorte

Verbandsabzeichen

Verbandsabzeichen

Abkürzungen:
DtMilVGrp Deutsche Militärische Verbindungsgruppe *
FmBer Fernmeldebereich

 


Das Logistikamt der Bundeswehr (LogABw) betreut seine "Kunden".

FmAufklAbschn Fernmeldeaufklärungsabschnitt
EloKaBtl EloKa-Bataillon
SchStratAufklBw Schule Strategische Aufklärung der Bundeswehr
ZU-StelleBwTAufkl Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung

Zur Auftragserfüllung unterstanden dem Kommandostab bis zum 01.04.09 drei Fernmeldebereiche (FmBer 91, 92 und 93), denen wiederum jeweils ein ortsfester Fernmeldeaufklärungsabschnitt (FmAufklAbschn 911, 921und 931) sowie ein mobiles EloKa-Bataillon (EloKaBtl 912, 922, und 932) unterstehen. Seit 01.04.09 existieren nur noch die FmBer 91 und 93; wobei dem FmBer 91 der FmAufklAbschn 921 und dem FmBer 93 das EloKaBtl 922 unterstellt wurde (siehe auch weiter unten).

Mit der Satellitengestützen Aufklärung (SGA) steht der Bundeswehr seit Dezember 2007 erstmalig eine raumgestützte, abbildende Aufklärungskomponente zur Verfügung (SAR Lupe). Damit wird das KdoStratAufkl in der Lage sein, entscheidend zur Verbesserung der Lagefeststellung und nationalen politischen Urteils-, Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit sowie zur Planung, Vorbereitung und Durchführung von Einsätzen der Bundeswehr beizutragen.
(siehe auch hier arrow.gif (948 Byte) link-1    arrow.gif (948 Byte) link-2 ).
SAR Lupe bildet auch die Grundlage für eine noch engere deutsch-französische Kooperation auf dem Gebiet der Satellitenaufklärung. Gemeinsam mit dem französischen optischen Satelliten Helios II bildet es den Kern des europäischen Satellitenaufklärungsverbundes ESGA (siehe auch hier arrow.gif (948 Byte) link-3 arrow.gif (948 Byte) link-4  arrow.gif (948 Byte) link-5 arrow.gif (948 Byte) link-6  arrow.gif (948 Byte) link-7) bzw. von MUSIS (Multinational Space-based Imaging System).

Der Auftrag, den Betrieb der französischen Bodenstation des SAR-Lupe-Systems, als auch der deutschen Bodenstation des Helios II-Systems sicherzustellen, erhielt die OHB-System AG. Das Gesamtvolumen beider Verträge beläuft sich auf 14,0 Mio EUR. Die Bodenstellen ermöglichen dem deutschen und französischen Militär den direkten Zugriff auf Aufklärungsinformationen vom jeweils anderen Satellitensystem, d.h. Frankreich kann auf die Daten der SAR Lupe, Deutschland auf die Daten der der beiden französischen optischen Aufklärungssatelliten HELIOS 2A und 2B zugreifen. Astrium Frankreich hat den Betrieb der französischen Bodenstation an die OHB-System AG am 03.05.2010 im Unter
auftrag vergeben. Der Auftrag deckt den Betrieb im Zeitraum Juli 2010 bis Juli 2013 ab und hat einen Wert von 6,4 Mio EUR.

Das KdoStratAufkl untersteht truppendienstlich dem Streitkräfteunterstützungskommando (SKUKdo), also dem Führungskommando der Streitkräftebasis (SKB), in Köln und fachlich dem Bundesministerium der Verteidigung, Stabsabteilung II im Führungsstab der Streitkräfte (FüS II) in Bonn.

Der Bereich KdoStratAufkl sollte nach Abschluss der Umstrukturierungsmassnahmen Ende 2004 insgesamt ca. 6.300 militärische und ca. 700 zivile Dienstposten umfassen, wobei alle Dienststellen TSK-übergreifend besetzt sind. Die anhaltende Transformation betrifft auch das KdoStratAufkl (s.u.).
Seit 2007 wird zusätzlich die Aufgabe „Koordination von Maßnahmen die im Informationsraum wirken (InfoOp)“ und die Fähigkeit Computernetzwerkoperation (CNO) im Kommando wahrgenommen arrow.gif (948 Byte)Infomappe SKB 
-> Service -> Infomappe (siehe auch InfoOps = Information Operations und CNO = Computer Network-Operations) arrow.gif (948 Byte) link1  arrow.gif (948 Byte) link2.

EloKa-Task Force

Der Zugriff von Heer, Luftwaffe und Marine auf die mobilen Einsatzkräfte für streitkräftegemeinsame Einsätze, aber auch für Ausbildung und Übungen, wird ablauforganisatorisch durch das sogenannte "Task-Force-Prinzip" sichergestellt. Dazu stellt das KdoStratAufkl jeweils eine auf Lage und Auftrag zugeschnittene "EloKa-Task Force" für Einsätze und Übungen zur Verfügung. Diese kann aus verschiedenen land-, luft- und/oder seegestützten Aufklärungssensoren bzw. Störsystemen bestehen.


Die Umstrukturierung des Kommandos Strategische Aufklärung ab 2007

Die "Transformation als permanenter Prozeß der Anpassung" (BMVtdg, 18.06.07) wirkt sich seit 2007 auch auf die Struktur des KdoStratAufkl und seines nachgeordneten Bereichs aus.
Als Folge der in 2007 durchgeführten Verlagerung von bis zu 270 Dienstposten des ZNBw zum Bundesnachrichtendienst (BND) nach Berlin (arrow.gif (948 Byte)link) wurde das ZNBw in Grafschaft-Gelsdorf zum 31.12.2007 aufgelöst und die Teile des ZNBw in Bad Ems (ehemals Schule für Nachrichtenwesen in der Bundeswehr (SNBw)) in die Schule Strategische Aufklärung in Flensburg integriert.
Die verbleibenden Aufgaben des ZNBw wurden größtenteils durch das Kommando Strategische Aufklärung übernommen
, was wiederum ein Umgliederung des Stabes und des nachgeordneten Bereichs nach sich gezogen hat.

So wurde in 2008
- der neu strukturierte Stab KdoStratAufkl von Rheinbach nach Gelsdorf (bis 31.12.2007 Standort des ZNBw) verlegt;

in 2009
- FmBer 92 in Teilen von Trier nach Daun (Standort FmBer 93) verlegt und dort in FmBer 93 integriert; Stab und Anteil DV in Trier zum 01.04.09 aufgelöst. Das EloKaBtl 922 wurde dem FmBer 93 in Daun unterstellt, der FmAufklAbschn 921 bis zur Auflösung (s.u.) dem FmBer 91 in Flensburg.

- FmAufklAbschn 921 in Berlin-Gatow zum 30.09.2009 aufgelöst und die Fachanteile in FmAufklAbschn 911 (Bramstedtlund) und 931 (Daun) integriert.

Quellen:
- Internet (z.B. wikipedia)
- Informationsbroschüre 27 (für Mitglieder) des Traditionsvereins Fernmelde- und Elektronische Aufklärung Luftwaffe e.V.

- Bundeswehr, Deutscher Bundeswehrverband (Magazin August/2008)
- Presse-1, Presse-2

Mit der Auflösung des Fernmeldebereichs 92 ging Trier als der "letzte alte" Standort (bis 2002 Fernmeldebereich 70) der ehemaligen Fernmelde- und Elektronischen der Luftwaffe (FmEloAufklLw) verloren.


Die Umstrukturierung des Kommandos Strategische Aufklärung ab 2010/11

Die anstehenden einschneidenden Reformmaßnahmen der Bundeswehr werden auch am KdoStratAufkl nicht spurlos vorübergehen. Bezug nehmend auf die geplanten Reduzierungen der Streitkräftebasis (SKB), ist somit auch mit einer drastischen Reduzierung des Personalumfanges zu rechnen. Ob auch ein oder mehrere Standorte von einer Schließung betroffen sein werden, bleibt abzuwarten..


Zusätzliche Infos aus dem Internet:

Aus dem SPIEGEL arrow.gif (948 Byte)link-1   arrow.gif (948 Byte)link-2


zur Deutschen Militärischen Verbindungsgruppe siehe z.B. auch hier 1)  2)  3)  4)  5)